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Mit ‘Polizei’ getaggte Artikel

Einwohner von LA werden zum “schnüffeln” aufgerufen

In Überwachungsstaat am Oktober 25, 2009 um 14:14

Das Los Angeles Police Departement (LAPD) ruft die Einwohner der Stadt dazu auf genau auf ihre Umwelt und Mitmenschen zu achten und Auffälligkeiten der Polizei zu melden.

iWATCH heisst das in dieser Fernsehwerbung vorgestellte Programm.

Auf der offiziellen Webseite der LAPD findent man eine Liste mit Beispielen der Verhaltensweisen, die von den Bürgern gemeldet werden sollten. Kaum ein Bereich des Lebens wird dabei ausgelassen.

(Auszug)

Verhaltensweisen oder Aktivitäten, die gemeldet werden sollten

- Menschen die wichtige Gebäude ausmessen oder zeichnen

- Fremde, die Fragen zur Sicherheit/den Sicherheitsmaßnahmen eines Gebäudes stellen

- Autos oder LKWs, die im Parkverbot vor wichtigen Gebäuden stehen

- Chemische Gerüche oder Rauch

- Kunden, die Waren kaufen, die zur Herstellung von Bomben oder Waffen verwendet werden könnten.

Wichtige zu beobachtende Orte

- Regierungsgebäude

- Religiöse Einrichtungen

- Freizeitparks

- Hochhäuser

- Schulen

- Hotels

- Öffentliche Verkehrsmittel

Das Programm wird unterstüzt vom Counter Terrorism and Criminal Intelligence Bureau (CTCIB)

Schwarz-Gelb verharmlost rechte Gewalt

In politik am Oktober 24, 2009 um 12:22

Die neue schwarz-gelbe Bundesregierung hat ihre Koalitionsverhandlung noch nicht ganz beendet, da ist man sich über eines schon klar.

Rechte-, linke und islamistische Gewalt müssen gleichgesetz werden.

so berichtet die taz am 22.10.2009.

Im neuen Koalitionsvertrag heisst es “die Aufgabenfelder des Fonds für Opfer rechtsextremistischer Gewalt sowie des Bündnisses für Demokratie und Toleranz auf jede Form extremistischer Gewalt ausgeweitet werden”

Ulla Jelke, innenpolitische Sprecherin der Linken weist darauf hin,  “Seit 1993 sind über 140 Menschen durch Gewalt von rechts ums Leben gekommen, aber kein Einziger durch Gewalt von links”.

Doch um diese Zahlen streitet man sich schon lang, wie der Tagesspiegel am 11.12.2008 berichtete. Es gebe nur 40 Todesopfer rechtsextremistischer Gewalt in Deustchland seit 1990. Dabei waren es 2003 noch 41. Was bedeutet, dass nicht nur seit 2003 keine rechtsmotivierten Gewaltakte mit Todesfolge mehr aufgetreten sind, sondern es sogar einer weniger geworden ist.

Da fällt spontan der Fall des Neonazi Thomas Adolf ein, der 2003 einen Rechtsanwalt, dessen Frau und Tochter im Stil einer Exekution aus nächster Nähe in den Kopf schoss.

In der Gerichtsverhandlung sagte Adolf aus, dass alle Juristen vernichtet werden müssten und die Tat ledeglich eine “von mir selbst durchgeführte Maßnahme zur Gesundung des deutschen Volkes” sei.

2005 wurde Oury Jalloh in Dessau in einer Gefängszelle der Polizei tot aufgefunden. Er war nach einem Brand mit ausgestreckten Armen und Beinen an seine Matratze gefesselt. Die Polizei sprach hierbei vom Freitod, in der staatsanwaltlichen Untersuchung kam es zu zahlreichen Widersprüchen, die zumindest auf unterlassene Hilfeleistung deuten. Gegen den später freigelassenen Dienstgruppenleiter der Polizei wurde Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben, weil dieser mehrmals den Feueralarm wieder ausgeschaltet haben soll.

Darüber hinaus befinden sich viele Delikte noch in der Schwebe bzw. Untersuchung.

“Wenn es denn so kommt, ist das ein dramatischer Schritt”, erklärt Timo Reinfrank, Geschäftsführer der antirassistischen Amadeu-Antonio-Stiftung . Letztlich führe diese Gleichsetzung dazu, dass Rechtsextremismus verharmlost wird.

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